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Wiener Philharmoniker verstärkt das Villacher Kammerorchester

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Bratschist Prof. Erich Kaufmann lebt seit seiner Pensionierung in Annenheim am Ossiachersee.

Das Villacher Kammerorchester unter der Leitung von Dr. Orthulf Prunner hat sich in den vergangenen Jahren zu einem musikalischen Aushängeschild der Draustadt entwickelt. Heute Abend spielt das beliebte Ensemble in der Evangelischen Kirche im Stadtpark (Beginn 19.00 Uhr) Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (u.a. Ouvertüre zur Hochzeit des Figaro) und Ludwig van Beethoven (7. Symphonie). Das Ensemble besteht großteils aus Amateuren, die jedoch von Profimusikern unterstützt werden. So wurde als Bratschist kein geringerer als Prof. Erich Kaufmann engagiert, der Jahrzehnte lang den Wiener Philharmonikern angehörte. Kaufmann, der in Feldkirchen aufgewachsen und in Villach das Gymnasium besucht hat, lebt mit seiner Frau Britta seit seiner Pensionierung vor acht Jahren in Annenheim. Als Jugendlicher hatte er mit Klavier, Geige und Klarinette begonnen. „Eigentlich wollte ich Klarinettist werden, doch während des Studiums wurde ich von meinem Professor zur Bratsche umdirigiert, das war ein wahrer Glücksfall”, erzählt er. 1963 stieß er zum Niederösterreichischen Tonkünstler-Orchester, bald danach wurde er von der Volksoper engagiert. Und 1972 gelang ihm der große Karrieresprung: „Ich habe das Vorspiel bei den Philharmonikern gewonnen”. Nach den drei Probejahren in der Staatsoper war er 27 Jahre lang Vollmitglied des weltberühmten Orchesters. Kaufmann spielte unter allen bekannten Dirigenten, von Karajan bis Abbado. Auf ein gutes Dutzend Neujahrskonzerte sowie unzählige Auslandstournees kann der vierfache Familienvater, der vor kurzem seinen 70er feierte, ebenfalls zurückblicken.

„Jetzt spiele ich nur noch aus Freude an der Musik in verschiedenen Ensembles”, erzählt Kaufmann, dessen Familie schon zahlreiche Spitzenmusiker hervorgebrach hat. Und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, gehört heute sein Sohn Christian dem Niederösterreichischen Tonkünstler-Orchester an – als Bratschist, versteht sich.

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