Volksschule Lind fiebert schon ihrer 100-Jahr-Feier entgegen!
Kinder und Lehrerinnen üben schon seit Wochen Lieder und Tänze für die große Feier am Mittwoch kommender Woche ein. Die VS3 Lind ist die zweitälteste Volksschule Villachs.
Als der Bau der Volksschule Lind beschlossen wurde, regierte in Österreich noch Kaiser Franz Joseph. Der Stadtteil Lind war Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, zunächst mit nur wenigen Villen. 1897 wurde mit dem Kanalbau begonnen und in der Rennsteinerstraße entstanden 16 große Personalhäuser für die Eisenbahn-Bediensteten – denn mit der zunehmenden Bedeutung Villachs als Eisenbahnknotenpunkt zogen immer mehr Menschen in die Draustadt.
Dadurch wurde auch die Errichtung einer Schule notwendig. Der Bau des großzügigen Jugenstil-Hauses begann im Herbst 1909. Die Bauarbeiten wurden dabei von einem folgenschweren Zwischenfall überschattet – ein Teil des Mitteltraktes stürzte plötzlich ein, zwei Zimmerleute kamen ums Leben. Am 4. Oktober 1910 wurde der Bau schließlich fertiggestellt und feierlich eingeweiht. Das 100-Jahr-Jubiläum wird damit um vier Monate vorgefeiert.
Knapp 600 Kinder zogen 1910 in die Schule ein. Seit damals haben bereits mehr als 10.000 Kinder die Volksschule Lind besucht. Derzeit werden 227 Kinder unterrichtet. Bis 1995 waren die VS 3 und VS 4 in dem Gebäude untergebracht, sie wurden wegen der immer niedrigeren Schülerzahlen zusammengelegt.
Die VS Lind unter Direktorin Tusnelda Petautschnig präsentiert sich heute als „Schule der Vielfalt”, die sich vor allem durch den wahlweisen bilingualen Unterricht in Italienisch und Englisch einen Namen gemacht hat.


